FederLesen

Von UFOs und Aliens

In Zeiten wo beinahe täglich schlechte Nachrichten auf uns niederprasseln ist es gut, einmal eine gute Nachricht zu lesen. Der Bote, der uns diesmal mit einer solch erfreulichen Nachricht versorgt hat ist allerdings ein höchst ungewöhnlicher, das Pentagon, das amerikanische Verteidigungsministerium. Die haben nämlich nach jahrelangen Untersuchungen, Forschungen und Befragungen Betroffener herausgefunden, dass es keine UFOs und keine Aliens auf der Erde gibt.

Wenn die das sagen, dann muss es auch stimmen, sind die doch ebenso vertrauensvoll und der Wahrheit verpflichtet wie der KGB, die NSA oder die österreichischen Boulevardmedien. Wer so viel Seriosität ausstrahlt wie die, dann pickt das, dann das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr ihnen der Lügendetektor helfe.

Ehrlich, sind Sie, meine geschätzten FederLeserinnen und -Leser, ob dieser Botschaft auch so beruhigt, dass Sie wieder ganz ruhig schlafen können, nicht mehr des Nachts schweißgebadet aufwachen und Angst haben müssen von Aliens in einer fliegenden Untertasse auf einen fernen Exoplaneten entführt zu werden, wo Sie sich nur mehr mit R2-D2, C-3PO und E.T. anstatt mit Ihren Liebsten unterhalten können. Wie wir aus zahlreichen einschlägigen Filmen wissen, sähe es im Universum auch mit weiblicher Gesellschaft schlecht aus: Prinzessin Leia hat längst ihren Han Solo und Lieutenant Uhura ist immer viel zu beschäftigt um Zeit zum Techtelmechteln zu haben.

Andererseits, haben die Weisen aus dem Pentagon wirklich alles berücksichtigt? Was verbirgt sich hinter den Zäunen des »Area-51« in der Wüste von Nevada? Warum machen die ein Geheimnis aus dem Zwischenfall von 1947 als dort ein UFO abgestürzt sein soll? Gut, ja, wenn UFOs abstürzen können, dann dürfte es mit dem technologischen Fortschritt der kleinen grünen Männchen auch nicht allzu weit her sein (fällt Ihnen auf: immer sind es Männchen, nie Weibchen; ist das Universum gar monogeschlechtlich? Sehr langweilig!). Und sind die mittlerweile mumifizierten Aliens dort ähnlich gut aufgehoben wie Lenin im Kreml und ehemalige Päpste im Vatikan?

Haben die im Pentagon auch Erich von Däniken befragt und seine gesammelten Werke gelesen? Der ist doch der anerkannte Spezialist für alles Leben außerhalb unseres Sonnensystems. Er weiß wie die Nazca-Linien in Peru, Stonehenge und die Pyramiden entstanden sind und wie die Rasenkreuze von Eisenberg im Burgenland und Meggen im Allgäu. Okay, für Letztere soll angeblich die Jungfrau Maria zuständig gewesen sein; keine Ahnung, ob man die als Außerirdische bezeichnen darf ohne mit dem Anathema, dem Kirchenbann, bestraft zu werden.

Aber haben uns die Außerirdischen nicht gerettet, als am 30. Juni 1908 ein riesiger Meteorit die Erde zu zerstören drohte und nur ein im Verhältnis dazu kleiner Brocken in der Einöde Sibiriens ein paar Bäume umknickte und verbrannte, aber ansonsten keinen allzu großen Schaden anrichtete? Und fanden die Russen dort tatsächlich ein paar UFO-Restln, die sie bis heute in so einer Art russischem Area-51 in Tunguska aufbewahren?

Aber wenn das Pentagon das sagt, sozusagen »Pentagon locuta causa finita«, dann gibt es nicht daran zu rütteln und zu zweifeln. Apropos Pentagon: Ist nicht das Pentagon, das Pentagramm selbst ein okkult-satanisch-esoterisches und damit so ein interstellares Zeichen?

Ich weiß, meine geschätzten FederLeserinnen und -Leser, da waren heute viele Fragezeichen im Text und kaum eine Antwort; die müssen Sie sich selbst geben. Ich bin, was Aliens betrifft, ziemlich sorgenfrei und ich hoffe Sie auch und sollten sie einmal wirklich bei uns im Garten landen, ein Fläschchen Grünen Veltliner für die Grünen Männchen hab‘ ich immer eingekühlt.

2024 03 11/Fritz Herzog

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten