FederLesen

Mit dem Jubiläum der 50.Ausgabe von FederLesen geht das Jahr 2020 zu Ende. Ich will jetzt rückblickend gar nicht das in diesen Tagen oft zitierte »annus horribilis« für 2020 hervorkramen – das überlasse ich gerne den professionellen Rückblicken und Rückblickern.

Ich möchte mich vielmehr bei den mittlerweile zahlreichen FederLeserinnen und -Lesern für ihre Treue bedanken. Wenn ich Sie da oder dort ein wenig unterhalten habe oder mit einer kleinen Buchrezension anregen konnte, dann habe ich mein Ziel für 2020 erreicht.

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie FederLesen treu. Ich wünsche Ihnen und Ihren Liebsten ein paar entspannte und friedvolle Weihnachtsfeiertage und alles Gute für ein hoffentlich »annus mirabilis« zu nennendes 2021.

2009 schrieb ich erstmals am Heiligen Abend ein Gedicht zum Weihnachtstag und versandte es an Freunde und Bekannte. Meistens war es ein wenig was Nachdenkliches. Diese Tradition möchte ich auch hier auf FederLesen fortsetzen und widme Ihnen heuer diesen Text:

Weihnachten 2020

(frei nach dem Traditional »Wer klopfet an«)

O tempora o mores

O tempora o Moria

Wer klopfet an?

Ein paar gar arme Leut!

     Was wollt ihr dann?

Wir wissen es euch nicht erfreut!

Doch bitten wir um Gottes Willen

Öffnet uns doch eure Villen!

     O nein, o nein, niemals ein ja!

O tempora o mores, o tempora o Moria

     Es kann nicht sein.

Wir wollen dankbar sein!

     Nein, nein, nein, es kann nicht sein,

Da geht nur fort, ihr kommt nicht ‚rein

O tempora o mores

O tempora o Moria

     Was weinet ihr?

Vor Näss‘ und Kält‘ erstarren wir.

     Wer kann dafür?

O gebt uns doch Quartier!

Überall sind wir verstoßen,

Ist euer Herz denn so verschlossen?

     So bleibt halt drauß!

O öffnet uns doch euer Haus!

     Den Weg, den hättet euch erspart

Warum denn seid ihr nur so hart?

     Bleibt uns vom Leib, verstanden, ja?

O tempora o mores, o tempora o Moria

2020 12 24/Fritz Herzog

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