FederLesen

Weltlachtag – 2. Mai

Heute ist nicht nur der 2. Mai, sondern auch der Weltlachtag. Für meine ein wenig zu stark internetisierten FederLeserinnen und -Leser zur Erklärung: das »-tag« von »Weltlach-tag« hat nichts zu tun mit jenen in letzter Zeit über uns hereingebrochenen hash-tags vielfältigster Sorten die aus nicht näher bekannten Gründen mit einem Raute-Zeichen versehen werden. Nein, heute ist der Tag des Lachens – von mir aus nennen wir es halt #weltlachtag, also «häschtägweltlachtag»

Wie Sie wahrscheinlich schon vermutet haben ist Ihr FederLesen-Autor einer der gerne lacht und manche Dinge nicht ganz so ernst nimmt, wie sie scheinen. Das ist ja auch der Grund, weshalb ich hier meistens irgendwelche absurden und skurrilen Geschichten mit Ihnen in der Hoffnung teile, dass auch Ihnen der eine oder andere Lacher entfleucht oder zumindest ein Schmunzeln Ihre Lippen kräuselt.

Urvater des Weltlachtages war ein indischer Yogalehrer, der seine Schülerinnen und Schüler am 11. Jänner 1998 in Bombay, das sich heute aus mir nicht bekannten Gründen Mumbai nennt, versammelt hatte. Die waren da so lustig, dass sie nicht nur das sogenannte Lachyoga erfunden haben, sondern gleich, quasi in einem Aufwaschen, auch den Weltlachtag. Warum das dann doch der 2. Mai und nicht der 11. Jänner wurde, weiß ich nicht. Vielleicht, weil man am 11. Jänner mit dem »Tag des Pfützenspringens«, dem »Räum-Deinen-Schreibtisch-auf-Tag«, dem »Internationalen Dankeschön-Tag«, dem »Tag der Milch« und dem »Tag des deutschen Apfels« kollidiert hätte. Hingegen sind die Kollisionen am 2. Mai mit dem »Tag der Trüffelpraline« und dem »Welttag des Thunfischs« vergleichsweise harmlos und es an diesem Tag – er ist auch der »Tag der Arbeitslosen« – ohnehin für viele Menschen leider nur wenig zu lachen gibt. Aber, wie gesagt, des Yoga-Gurus Gründe für die Wahl des 2. Mai bleiben letztendlich im Dunkeln.

El Risitas

Kinder, so lese ich, lachen bis zu vierhundertmal am Tag, Erwachsene hingegen, je nachdem, nur zwischen fünfzehn- und zwanzigmal. Wie heißt es so schön: Den Unterschied tät‘ ich gern Klavier spielen können und wünschte es vielen Menschen und sehnte mich selbst danach, gelegentlich ein bissl mehr Kind zu sein. Ist es nicht traurig und gar nicht lustig, dass wir so wenig lachen? Und wenn ich dann noch erfahren muss, dass Lachen nichts mit Humor zu tun hat, vergeht mir selbiges überhaupt. Das bestätigt sich immer dann, wenn auch den größten »Zwiderwurzzn« und »Spaßbremsen« gelegentlich ein Lacher auskommt.

Und wenn wir schon bei traurigen Dingen sind: Vor wenigen Tagen verstarb im Alter von 65 Jahren in Sevilla Juan Joya Borja, besser bekannt als El Risitas, was so viel heißt wie der Kichernde. Sie kennen ihn nicht? Aber sie kennen sicher eines der zahllosen Memes, von seinem Lachkrampf, die im Internet kursieren. Seine Geschichte vom Geschirr, das er im Meerwasser reinigen wollte und das nach Eintreffen der Flut am nächsten Tag verschwunden war, erheitert seitdem in zahllosen mit Untertiteln verschiedensten Inhalts versehenen Videos. Wenn Sie heute oder irgendwann, aus welchen Gründen auch immer, nichts zu lachen haben, sehen Sie sich einfach sein unsterbliches Lachen auf https://www.youtube.com/watch?v=yLsiSjNR4qM an. Es ist ansteckend! Dem El Risitas wünsche ich deshalb nicht das übliche »Ruhe in Frieden«, sondern »Lache für immer«. Machen wir es ihm nach!

2021 05 02/Fritz Herzog

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