FederLesen

Eine woke Viecherei

Nachdem der FederLesen-Autor ein Monat lang eine »faule Sau« war und nichts geschrieben hat, hat er endlich den »inneren Schweinehund« überwunden, »packt den Stier bei den Hörnern« und lässt wieder einmal die »Katze aus dem Sack«.

Sie merken schon, worum es heute geht? Ja, es wird tierisch, wenn auch, wie immer, nicht tierisch ernst. Einige Tierschutzorganisationen, an und für sich sehr lobenswerte und auch wichtige Institutionen der Zivilgesellschaft, haben kürzlich ein neues Betätigungsfeld für sich entdeckt. Wenn alle Welt vor lauter Wokeness nicht mehr so richtig weiß, was man sagen darf und was nicht – wobei: a bissl Hirnschmalz und a bissl Nachdenken tät‘ fürs Erste schon genügen – da konnten die Tierschützer nicht zurückstehen. Also bitte, geschätzte FederLeserinnen und -Leser, ab jetzt heißt es aufpassen und keine Redewendungen verwenden, die eine zarte tierische Seele verletzten könnten.

Ich will auch keine »schlafenden Hunde« wecken, jedoch will Ihnen der alte FederLesen-Autor, mit seinem »Spatzenhirn« mehr »störrischer Esel« oder »blöde Sau« als »schlauer Fuchs«, und »eine Meise« hat der »eitle Gockel« sowieso, an dieser Stelle sicher keinen »Bären aufbinden«, wenn er darauf hinweist, dass man gewisse Dinge nicht sagt, ja nicht einmal denkt. Also packe ich »den Stier bei den Hörnern« und schlage »zwei Fliegen mit einer Klappe«, wenn ich mich hierorts um eine korrekte Sprache bemühe. Wobei, ich weiß schon, meine Sprache ist auch nicht immer das »Gelbe vom Ei« und die FederLesen-Inhalte sind oft genug »weder Fisch noch Fleisch«. Gelegentlich »wedelt auch der Schwanz mit dem Hund«.

Aber was soll man tun, wenn man die Zeitung aufschlägt und von einem »Maulwurf« in einem Ministerium liest? Oder wenn irgendein Politiker wo hingrapscht, wo er nicht hingrapschen sollte (egal ob in fremde Kassen oder an einen Damenpopo) und er sich ausredet er hätte einen »Affen sitzen« gehabt. Oder wenn ein Immobilien-Zampano »auf den Hund gekommen« ist und jetzt der »Pleitegeier« über ihm schwebt? Wie fühlt der sich nach dem medialen »Schwanengesang« auf sein Imperium? Wie ein »Fisch im Trockenen«? Jedenfalls nicht mehr wie die »Made im Speck«. Aber er ist schließlich nicht das erste »hohe Tier«, welches vom »hohen Ross« gefallen ist, mag er zuvor auch noch so eine »fleißige Biene« gewesen sein. Wahrscheinlich spitzen auch schon die »Aasgeier« wie ein »Rudel Wölfe« darauf dieses oder jenes Filetstück aus der Masse günstig zu erwerben. Da muss keiner die »Katze im Sack« kaufen. »Schwein gehabt«, sagt derjenige dann, wenn ihm der »Kuhhandel« gelungen ist.

Sie sehen schon, meine geschätzten FederLeserinnen und -Leser, es ist gar nicht so einfach ohne »Viecherei« in der Sprache auszukommen. Da helfen keine »Krokodilstränen« das zu beklagen. Einerseits, »zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf«, lassen wie die »Kuh im Stall« und machen wir nicht »aus jeder Mücke einen Elefanten«. Andererseits will ich aber, bevor die Tierschützer wie die »Hyänen« über mich herfallen und so manches »Hühnchen mit mir rupfen« wollen, zuletzt doch die »Friedenstaube« steigen lassen: Gehen wir sorgsam und mit Bedacht mit Mensch und Tier und ganz besonders mit unserer Sprache um. Es sollen sich doch alle Menschen wohlfühlen wie ein »Fisch im Wasser«!

2024 05 02/Fritz Herzog

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