FederLesen

Schnucki, ach Schnucki 2024 – eine Hommage an Hermann Leopoldi

Am 28. Juni jährt sich zum 65. Mal der Todestag des großen Humoristen und Komponisten Hermann Leopoldi. Bekannt u.a. durch sein Lied » Schnucki, ach Schnucki«. Im Jahr 2024, im Zeitalter des Wokeismus, ginge der Text natürlich nicht mehr durch. Deshalb habe ich es überarbeitet und zeitgemäß angepasst.

Ein Native American vom Stamm der Siox,

ein klaner mit Adipositas,

sah eines Tages eine Frau

so jung und fesch

er war ganz paff.

Er stalkte ihrer Fährte

weil er sie so begehrte

bis in das nächste Jagdrevier

dort sprach er dann zu ihr:

     Schnucki, ach Schnucki!

     Fahr’ ma einvernehmlich nach Kentucky?

     In der Bar Old Shatterhand

     da spielt a Band Native Americans

     Dann in die Pampas

     auf a Flaschen Schampas.

     Um halber achte geht der Zug:

     Ich hab gesprochen Ja!

Das ist, sprach sie drauf schnippisch,

für so an Wilden typisch.

Ich geh doch nicht mit so an Gauch,

mit Haarausfall und Adipositas.

Anstatt mich zu stalken

kauf lieber mir an neuchen,

an schicken Baumwollshawl

und dann sag noch einmal:

     Refrain

Lasst du dich nicht einvernehmlich verführen,

dann wer’ ich dich skalpieren,

sprach drauf zu ihr der indigene Mann,

weil ich das ausgezeichnet kann.

Sag „Ja” zum letzten Male,

sonst wirst am Marterpfahle,

gemartert du an einem Bam

bei mir in mein’ Zelt:

     Refrain

Du willst mich wirklich martern?

Das sag ich meinem Vatern.

Wenn ich ihm schreib nach Idaho,

dann ist er nächste Wochen da.

Als Vorsitzender der Comantschen

wird er dir eine pantschen.

Das kann ich wirklich nicht riskiern,

drum stell ich mit dir das Einvernehmen her.

     Refrain

Minnesota, Hiawatha,

Manitou, der Himmelvater-Mutter-Elter

schuf die Liebe und den Alkoholismus

Biffalo Buff, uff, uff, uff!

Gut, dass Hermann Leopoldi das Jahr 2024 nicht mehr erlebt hat. Mit seiner Fassung hätte er einen Shitstorm bekommen, dass ihm die Ohrwascheln »wokeln« täten. Singen hätt‘ er die 2024er Fassung sowieso nicht mehr können. Da bleib ich lieber beim ursprünglichen Text, gleich ob in seiner Fassung oder der von Heinz Conrads, Peter Alexander, Andre Heller oder des vor wenigen Tagen früh verstorbenen Fredl Fesl.

2024 06 28/Fritz Herzog

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