FederLesen

Weihnachten 2025

Allen meinen geschätzten FederLeserinnen und -Lesern wünsche ich ein schönes, ein besinnliches und vor allem friedvolles Weihnachtsfest. Und so wie jedes Jahr begeht FederLesen es entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten mit etwas Nachdenklichem, dem Weihnachtsgedicht 2025:

Was schenken Enkel, Frau und Kind?

KI, verrat es mir geschwind

Sag mir’s, liebe ChatGPD

So geht’s, so schnell wie nie

Stille Nacht und Heilige Nacht

Von Amazon wird’s flink gebracht

Still ist’s auf der Mariahilferstraßen

Und den ganzen Nebengassen

Einkauf war noch nie so nett

Tausend Dank dem Internet

Einkauf, das war einmal ein Dauerlauf

Heut sitz ich vor’m PC und kauf

Beim Shoppen bin ich abgebrüht

Ich kaufe, bis das Konto glüht

Ich kaufe ein, wie auf Kommando

Bei Shine und Temu und Zalando

Vergiss nicht Onkeln, Neffen, Tanten

Und die andern Anverwandten

Alle woll‘n beschenkt wohl sein

Nicht zu groß und nicht zu klein

Sollen alle Packerl sein

Nicht zu billig, nicht zu teuer

Weihnacht ist ein Ungeheuer

Dann fehlt noch was für Onkel Hans

Vergiss auch nicht die Weihnachtsgans

Wie soll denn Weihnachten geraten

Ohne guten Ganslbraten?

Ebbe herrscht am Bankenkonto

Das geht schnell, ich sag‘s euch, Pronto

Ein Packerl da, ein Packerl dort

Das letzte Geld ist ganz schnell fort

Und was kommt nach dem Weihnachtstag?

Entschuldigung, dass ich Sie frag

Im Januar nur Kraut und Kohl?

Dem Bauchspeck tät es sicher wohl

Die graue Tonne zugemüllt

Das Konto sich langsam wieder füllt

Sag, wär‘s nicht ohne all den Plunder

Das einzig wahre Weihnachtswunder

2025 12 24/Fritz Herzog

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